Der europäische Fahrermangel in Zahlen
Laut dem Internationalen Straßentransportverband (IRU) fehlen in Europa etwa 600.000 LKW-Fahrer. Das ist nicht nur eine Statistik – diese Zahl entscheidet, wann Ihr Paket ankommt, was Lebensmittel kosten und wie die europäische Industrie läuft.
Die drei Hauptursachen
1. Alternde BelegschaftDer durchschnittliche europäische LKW-Fahrer ist 47 Jahre alt. Bis 2030 wird rund ein Drittel der aktiven EU-Fahrer das Rentenalter erreichen.
2. Wenige NachwuchskräfteEin CE-Führerschein kostet 4.000–8.000 € und 4–8 Monate Zeit. Das ist eine hohe Einstiegshürde.
3. Post-Covid-AbwanderungViele Fahrer wechselten während der Pandemie die Branche. Die Logistik hat sich von diesem Aderlass nie vollständig erholt.
Länder im Überblick
| Land | Schätzung | Anmerkung |
| Deutschland | ~100.000 | Am stärksten betroffen |
| Frankreich | ~45.000 | Staatliche Förderprogramme aktiv |
| Polen | ~120.000 | Wichtigster EU-Fahrerexporteur |
| Rumänien | ~60.000 | Viele Fahrer in Westeuropa tätig |
Was das für Fahrer bedeutet
Der Mangel treibt die Gehälter nach oben:
- Deutschland (CE + ADR): 3.000–4.200 €/Monat brutto
- Norwegen: 3.400–4.400 €/Monat
- Schweiz: 5.000+ CHF/Monat
Wer jetzt einen CE-Schein macht, tritt in einen Markt ein, in dem er die Verhandlungsmacht hat.
Ausblick bis 2030
Der IRU schätzt, dass der Fahrermangel bis 2030 auf 740.000 Fahrer ansteigen könnte. Das gefährdet 7–10 % des EU-Güterverkehrs. Selbstfahrende LKW werden das Problem bis 2030 nicht lösen – der Beruf bleibt sicher.
Wenn Sie einen Fahrerberuf in Europa suchen, war Ihre Verhandlungsposition noch nie besser.